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Schäden an der Motorsäge

Die Motorsäge hat die Arbeit im Wald deutlich erleichtert. Statt mit Schrotsäge und Axt können mit der Motorsäge schnell und energiesparend Bäume gefällt werden. Jedoch wird die Arbeit erschwert oder unmöglich, wenn die Motorsäge einen Schaden hat. Auf dieser Seite werden Schäden an der Motorsäge gezeigt, wie sie in meiner Praxis und bei Motorsägenlehrgängen vorgekommen sind.

Inhalt:

  1. Verschlissenes Antriebsritzel
  2. Gebrochener Antriebsring
  3. Defekte Gashebelsperre
  4. Gebrochener Umlenkstern in der Schiene
  5. Defekter Kettenfangbolzen
  6. Abgebrochene Hobelzähne der Kette

Verschlissenes Antriebsritzel

Abgenutztes AntriebsritzelDas Antriebsritzel treibt die Kette der Motorsäge an. Durch Reibung unterliegt es einem natürlichen Verschleiß. Dieses Antriebsritzel soll bei der wöchentlichen Wartung und Pflege überprüft und bei zu hohem Verschleiß erneuert werden. Die Hersteller empfehlen einen Wechsel nach der Abnutzung von 4 Ketten.

Auf dem Bild ist ein Antriebsritzel zu sehen, das nicht mehr eingesetzt werden darf. Dieses würde auch die Kette beschädigen. Vermutlich hat der Motorsägenführer außerdem die Kette zu stark gespannt.



Gebrochener Antriebsring

Gebrochenes AntriebsritzelNeben dem Sternantriebsritzel gibt es auch das Ringantriebsritzel. Der Vorteil beim Ringantriebsritzel ist, dass nur der Ring und nicht die ganze Kupplungsglocke getauscht werden muss. Dieser Ring kann auch verschleißen oder gar brechen.

Auf den Bildern ist ein gebrochenes Ringantriebsritzel zu sehen. Bemerkt wurde der Bruch, weil trotz richtigen Spannens der Kette, die Kette nach der Überprüfung wieder durchhing.

Folgende Bilder zeigen das gebrochene Ringantriebsritzel und können vergrößert werden:

Gebrochenes AntriebsritzelGebrochenes Antriebsritzel


Defekte Gashebelsperre

Die Gashebelsperre ist zur kontrollierten Nutzung des Gashebels da. Kommt irgendetwas an den Gashebel (z.B. ein Ast), so darf dem Motor nicht unkontrolliert Kraftstoff zugeführt werden.

In dem Video wird eine defekte Gashebelsperre gezeigt. Der Gashebel wird betätigt ohne die Gashebelsperre zu drücken. Die Arbeit ist einzustellen, da die Gashebelsperre ein sicherheitsrelevantes Bauteil ist (aktive Sicherheit).



Gebrochener Umlenkstern in der Schiene

Gebrochener UmlenksternDer Umlenkstern befindet sich in der Spitze der Schiene (fälschlicherweise auch Schwert genannt). Bei zu hoher Beanspruchung, fehlender Schmierung, Material­fehler oder -alter kann der Umlenkstern brechen. Bei einigen Motor­sägen ist der Umlenkstern – auch das Nadel­lager am Antriebsritzel – zu­sätzlich zu fetten.

Das Bild zeigt einen gebrochenen Umlenkstern, der noch ein Stück von der einlaufenden Kette mitgenommen wurde. Zu ersetzen sind die Schiene und die Kette. Bricht der Umlenkstern, so wird auch immer die Kette beschädigt.



Defekter Kettenfangbolzen

Defekter KettenfangbolzenDer Kettenfangbolzen soll die Kette bei einem Bruch, oder wenn sie von der Schiene heruntergesprungen ist, auffangen. Damit ist er ein aktives Sicherheitselement für den Motorsägenbenutzer.

Vor jeder Benutzung sollte überprüft werden, ob sich der Kettenfangbolzen in einem einwandfreien Zustand befindet. Auch nach einem Bruch der Kette oder wenn diese bei falscher Spannung heruntergesprungen ist, sollte er überprüft werden. Der Austausch ist bei allen Motorsägen mittels Schraubendreher sehr einfach.

Bei einigen Lehrgängen sind Motorsägen aufgetaucht, die keinen Kettenfangbolzen haben. Diese Sägen wurden oft im Internet günstig gekauft. Von solchen Angeboten sollte man die Finger lassen. Der Fachhandel hat auch günstige und sichere Motorsägen für den Amateurbereich.

Folgende Bilder zeigen einen defekten Kettenfangbolzen und die Erneuerung und können vergrößert werden:

Neuer und defekter KettenfangbolzenDefekter Kettenfangbolzen im eingebauten Zustand von der SeiteDefekter Kettenfangbolzen im eingebauten Zustand von vornNeuer Kettenfangbolzen im eingebauten Zustand von der SeiteNeuer Kettenfangbolzen im eingebauten Zustand von vorn


Abgebrochene Hobelzähne der Kette

Abgebrochene HobelzähneDie Hobelzahnkette ist das Bauteil der Motorsäge, welches am Holz arbeitet. Nur eine gut geschärfte Kette, mit richtig eingestelltem Tiefenbegrenzer, macht das Arbeiten leicht. Der geübte Waldarbeiter bemerkt, wann die Kette überprüft werden muss. Folgende Punkte können Indizien für eine Überprüfung sein:

  • Die Schnittleistung lässt nach.
  • Die Hobelspäne sind zu fein.
  • Die Schiene klemmt beim Sägen ("sägt um die Ecke").
  • Die Kette hat wegen Metallsplitter einen Schlag abbekommen.
  • Beim Sägen ist man ausversehen in den Boden gekommen.

Das Bild zeigt eine Kette, bei der mehrere Hobelzähne abgebrochen sind. Die Ursache war nicht festzustellen, jedoch war die Schnittleistung extrem schlecht und mit viel Kraftaufwand verbunden. Fehlt ein Hobelzahn, kann nach Überprüfung des gesamten Schneid- und der Nachbarglieder auf weitere Defekte im Allgemeinen bedenkenlos weiter gesägt werden. Fehlen mehrere Zähne, so ist eine neue Kette zu benutzen.