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Die Bedeutung der Splintschnitte

Jeder Waldarbeiter kennt die Abläufe bei der Fällung. Nach der Vorbereitung kommt der Fallkerb mit dem Fallkerbdach, der Fallkerbsohle und der ordentlich ausgeformten Fallkerbsehne. Anschließend kommen die Markierungen der Bruchleiste und Bruchstufe. Zum Schluss wird der Fällschnitt entsprechend der Baumansprache gemacht.

Bei langfaserigen Bäumen dürfen jedoch die Splintschnitte nicht vergessen werden. Diese werden je nach Baumdurchmesser links und rechts an der Bruchleiste 2 bis 4 cm tief geschnitten. Diese sollen das Aufreißen des Splintholzes verhindern. Es ist egal, auf welcher Höhe sie angelegt werden. So kann dies auf der Höhe der Fallkerbsohle nach der Beendigung der Fallkerbanlage oder bei der Markierung der Bruchstufe auf Höhe des Fällschnittes geschehen. Bei Wurzelanläufen werden Splintschnitte auch gerne schräg angesetzt.

Splintschnitte an einem Stubben

Abb. 1: Das Bild zeigt einen Fichten-Stubben. Links und rechts an der Bruchleiste
wurden Splintschnitte angelegt (rote Kreise).


Werden die Splintschnitte vergessen, reißt das Splintholz längs auf. Dies kann zum einen am Stamm aufwärts oder zum anderen zu den Wurzelanläufen abwärts passieren.

Aufgerissener Splint

Abb. 2: Gefällte Fichte, bei der die Splintschnitte vergessen wurden.
Der Splint riss am Stamm aufwärts auf.

Bei folgenden langfaserigen Holzarten werden Splintschnitte obligatorisch angelegt: Fichte, Kiefer, Eiche, Pappel, Esche, Ulme und Birke. Grundsätzlich können bei jeder Baumart die Splintschnitte erfolgen, um Holzentwertungen und Gefahren zu vermeiden.

Jedoch gibt es auch Ausnahmen, bei denen keine Splintschnitte angelegt werden:

Fäulnis im Stamm einer Fichte

Abb. 3: Stammfuß einer Fichte mit Fäule. Ist Fäulnis zu erkennen, werden keine Splintschnitte angelegt.