
Das Baumalter kann man auf unterschiedliche Art und Weise ermitteln. Das Zählen der Jahrringe ist sehr genau. Wichtig ist, dass die Bäume frisch geschlagen wurden oder bekannt ist, wann diese geschlagen wurden. Die Jahrringe von Nadelbäumen sind meist deutlicher zu erkennen, als die von Laubbäumen. Auch unterschiedliche Ausformungen, z.B. sehr enge Jahrringe oder Scheinjahrringe, können das Zählen erschweren.
Bei Nadelbäumen gibt es die Möglichkeit die Astquirle zu zählen. Da Nadelbäume, wie Fichte, Kiefer und Douglasie, in jedem Jahr einen Astquirl bilden und diese auch sehr lange behalten (Totasthalter) ist die Methode sehr einfach. Beachten muss man jedoch, dass Nadelbäume auch geastet werden, um astfreies Wertholz zu erzeugen, und dann das Erkennen nicht immer möglich ist.
Bei jungen Laubbäumen ist das Zählen der Jahrestriebe (Internodien), die durch Triebbasisnarben (Nodien) getrennt sind, möglich. Auch hier gibt es Ausnahmen, nämlich dann, wenn die Bäume Johannistriebe haben.
Für fast alle Waldbestände gibt es Forsteinrichtungswerke, in denen die Bestandesaufnahmeblätter sind. Dort stehen bestandesweise die Baumarten, Bestandesalter, Fläche uvm. drin.
Sollte keine dieser Altersermittlungen möglich sein, hilft nur noch das Schätzen aus Erfahrung.
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